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Worauf wartest du?


Ich habe nie an Gottes Existenz gezweifelt. Habe als Gute-Nacht-Geschichte von Josef,
Mose, Jona, Simson und natürlich Jesus gehört. Gebetet habe ich vor und sogar nach dem
Essen, dreimal am Tag. Ich ging zu einer Kinderstunde und auch zum Kindergottesdienst am
Sonntag. Meine Eltern und Verwandten haben mir alle den Glauben vorgelebt. Trotzdem hat
mich das nicht zu einem Kind Gottes gemacht. Nein, dass alles war eine gute Vorbereitung
und ein Segen Gottes, aber nicht meine Rettung.


Ich wollte in den Himmel, aber nicht zu Jesus gehören. Die Hölle war mir zu schrecklich,
aber Jesus mein Leben geben? Das würde ja heißen, dass er über alles bestimmen darf.
Dann hätte ich keine Freiheit mehr. Deswegen nahm ich mir als zehnjähriges Mädchen vor,
Jesus erst mit 70 oder 80 Jahren mein Leben zu geben. Wenn man alt und Rentner ist, dann
hat man eh mehr Zeit dafür. So schob ich meine Entscheidung, für Jesus zu leben, nach
hinten. Glauben würde ich ja trotzdem, nur eben nicht für Jesus leben.


Doch mich quälte immer wieder die Angst, dass ich vielleicht in einem Unfall sterben würde.
Was dann? Würde Gott mich trotzdem nehmen? Ich verdrängte die Fragen und Sorgen. Bis
ein Mann mir Herzklopfen bereitete. In meiner Gemeinde fand mit einer Bibelschule eine
Evangelisation statt. Dieser Mann war der Bibelschulleiter und lud uns jeden Abend dazu ein,
doch zu Jesus zu kommen. Am letzten Abend wusste ich dann: Du kannst nicht mehr
warten, Jesus wartet doch schon jetzt auf dich! Ich kniete mich dann alleine vor meinem Bett
und betete. Ich war schuldig vor Gott! Und nur Jesus konnte mich von der Last befreien. Ich
wurde nicht plötzlich mit einem Heiligenschein ausgestattet und von Engeln besucht. Aber
ich wusste: Ich bin gerettet! Ich gehöre Jesus und bin ein Kind Gottes! Und ich wusste, dass
nun Jesus die Entscheidungen in meinem Leben treffen würde. Das ich nicht mehr alles
machen kann. Hatte ich jetzt meine Freiheit eingeschränkt?

 

Jetzt blicke ich über 10 Jahre zurück. Diese Entscheidung damals hat mir echte Freiheit
geschenkt! Wie gut tut es, zu wissen, dass der allmächtige Gott mir zuhört. Das der Schöpfer
des Universums bei mir ist. Das der Retter der Welt mich liebt. Das der Herr der Herrscharen
einen Plan mit mir hat. Jesus Christus hat mir die echte Freiheit geschenkt. Er hat mich
erlöst von meiner Schuld und von meinem verlorenen Leben, in dem ich gefangen war. Er
hat sie ersetzt durch Hoffnung, einen Sinn im Leben und einen sicheren Platz im Himmel.
Ich durfte mich ein paar Jahre nach meiner Entscheidung für Jesus taufen lassen. Ich durfte
die Bibelschule, die meine Gemeinde damals besuchte, für 3 Jahre besuchen. Ich durfte
Gottes gute Führung erfahren. Wie gut, dass ich diese Entscheidung nicht mehr
aufgeschoben habe. Was hätte ich alles verpasst! Gott hat alles perfekt eingerichtet. Ich
finde es lustig, wie Gott manchmal seine Geschichte mit uns schreibt. Meine Mutter zum
Beispiel hat sich im gleichen Alter wie ich, in der selben Gemeinde, beim gleichen
Bibelschullehrer für ein Leben mit Jesus entschieden! Copy &Paste? Nein, Gottes Führung!
Wenn ich dir etwas mitgeben darf, dann folgendes:

Egal wie du aufgewachsen bist und was du alles weißt, die Entscheidung für Jesus ist deine
eigene. All mein Wissen und der Glaube meiner Eltern haben mir nicht einen Platz im
Himmel beschert. Das war Jesus allein, der mich von meiner eigenen Schuld befreite und
mir vergab. Gott ist ein persönlicher Gott und möchte eine Beziehung mit dir, nicht mit
deinem Familiennamen oder Wissensstand. Und keine Entscheidung ist auch eine!
Zweitens ein Wort von meinem zehnjährigen Ich an dich: „Warte nicht!“ Denn du wirst ein
Leben mit Gott verpassen. Warum etwas Gutes aufschieben, wenn du es jetzt schon haben
kannst? In jeder Hinsicht lohnt es sich, schon jetzt ein Leben mit Jesus zu führen. Denn das

was in seinem Wort steht, ist wahr. Er gibt tatsächlich Frieden, Freude und Geborgenheit.
Also worauf wartest du?


Mein Lebensmotto: Nicht mehr ich bin es, der lebt, nein, Christus lebt in mir. Und solange ich
noch dieses irdische Leben habe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mir seine
Liebe erwiesen und sich selbst für mich hingegeben hat. (Galater 2,20)

Kerstin ter Veen